Die Demenz
Ich möchte Ihnen hier gerne „kurze“ Einblicke in das Krankheitsbild geben.
Die Krankheit wird wie folgt definiert:
Demenz nach ICD – 10
„Demenz ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störungen vieler höher kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen. Das Bewusstsein ist nicht getrübt.“
Für die Diagnose einer Demenz müssen die Symptome nach ICD über mindestens sechs Monate bestanden haben. Die Sinne (Sinnesorgane, Wahrnehmung) funktionieren im für die Person üblichen Rahmen. Gewöhnlich begleiten Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder Motivation die kognitiven Beeinträchtigungen, gelegentlich treten diese Syndrome auch eher auf. Sie kommen bei Alzheimer-Krankheit, Gefäßerkrankungen des Gehirns und andern Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn und die Neuronen betreffen.
Die Demenz ist oftmals schon viel länger vorhanden, die Betroffenen können dies erstaunlicherweise auch oft sehr lange „geheim“ halten und entwickeln Strukturen und Orientierungen für sich, um sich selbst zurecht zu finden.
Meist kommt eine fortgeschrittene Demenz oft durch einschneidende Erlebnisse, plötzlich sehr deutlich zum Vorschein z.B. Verlust eines Partners, Krankenhausaufenthalt und viele mehr.
„Weg vom Geist“ respektive „ohne Geist“ – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Demenz“ aus dem Lateinischen.
Da dieses Krankheitsbild sehr komplex ist und auch der Umgang sehr individuell, möchte ich versuchen ihnen noch die einen oder anderen greifbareren Hinweise zu beschreiben.
Es ist eine Erkrankung, die weitaus mehr ist. Als nur eine „einfache“ Gedächtnisstörung.
Beispiele der Veränderungen können/werden sein:
- Das Kurzzeitgedächtnis beginnt sich zu verschlechtern
- Es entstehen Störungen der Sprache (Aphasie)
- Es entstehen Unfähigkeiten Gegenstände zu identifizieren bzw. zu erkennen (Agnosie).
- Es entstehen Einschränkungen, bis zum Verlust der Fähigkeiten zu planen, organisieren, Priorisieren und vieles mehr.
- Das Herankommen über die Vernunft und das Erklären ist nicht mehr möglich
- Und vieles mehr
Wichtig ist es, meiner Meinung nach, sich bewusst zu machen, dass eine Demenzerkrankung den Betreffenden selbst mit am meisten erschüttert.
Vielleicht kann ich durch die einen oder anderen hier aufgeführten Bilder, eine weitere Transparenz vermitteln.
Für den Alltag gibt es gute praxisorientierte Literatur (die ich Ihnen aus eigener Erfahrung empfehlen könnte), Handwerkszeug, um sich auf die Welt in der Demenz einzulassen, Verständnis zu schaffen und sich ggf. auch sicherer zu fühlen im Alltag und vieles mehr.
Wenn Sie gerne mehr dazu erfahren möchten, melden Sie sich gerne.
Herzlichst Nicole Heidt